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Test 2014: Fahrradpumpen

8 Luftpumpen für E-Biker im Test

Kai Hilbertz - Eine Luftpumpe braucht jeder Radfahrer. Aber welche ist die richtige? Und welche macht richtig Druck? Wir erklären, worauf es ankommt und zeigen ­empfehlenswerte Modelle für verschiedene Einsatzbereiche
© Daniel Simon
Luftpumpen im E-BIKE Test 01/2014

Zu wenig Luft in den Reifen – das fühlt sich beim Fahren nicht nur schwammig an, es hat noch mehr Nachteile: Das Treten wird erschwert, die Reichweite einer ­Akkuladung sinkt. Und: Wird der Mindestdruck ­unterschritten, verschleißen die Reifen schneller und sind pannenanfälliger. Zu viel Luft im Reifen ­wiederum macht die Fahrt unnötig hart. 

Daher: Kontrollieren Sie alle zwei bis vier Wochen den Luftdruck und pumpen Sie bei Bedarf nach. Doch welche ­Pumpe ist am besten? Und wie viel Druck ist richtig? Das hängt maßgeblich davon ab, welche Reifen Sie montiert haben. Generell gilt: Dünne Reifen brauchen mehr Druck als dicke. Der maximal ­zulässige Druck ist auf der Reifen­flanke ange­geben. Ein klassischer Pedelec-Reifen in 28 Zoll, 40 Millimeter breit, kann je nach Fahrergewicht mit ca. 3,5 bis 6 Bar auf­gepumpt werden. Dass muss Ihre Radpumpe leisten können.

Neben dem erreichbaren Maximaldruck spielt auch das Pumpen­volumen eine Rolle. Schmale, kleine  Pumpen können hohen Druck aufbauen, benötigen aber bei dicken Reifen viele Hübe. Da wird’s schon anstrengend, bevor Sie losfahren. Darum ­geben wir bei allen ­hier aufgeführten Pumpen nicht nur den Maximaldruck an, sondern auch, wie oft man pumpen muss, um 5 Bar Druck zu ­erreichen.

In diesem Artikel finden Sie die Testergebnisse von diesen Luftpumpen:

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis:
• BBB Airblaster BFP-31
• Lezyne Mini Floor Drive HPG
• Specialized Air Tool Comp Pump
• Topeak Turbo Morph

Sehr kompakte Pumpen:
• Pro Minipumpe CNC Hose
• SKS Injex T-Zoom
• Topeak Hybridrocket HP
• Zefal HPX Classic Vintage 59-64 cm

Die richtige Pumpe ist Typsache

Mit einer Standpumpe pumpt man Reifen am leichtesten auf, am Manometer lässt sich der erreichte Luftdruck bequem ablesen. Sie sind relativ groß und schwer, also eher für zu Hause geeignet. Man nimmt sie höchstens mal im Auto mit, nie am Pedelec. Nicht alle Standpumpen sind jedoch für Pedelec-­Reifen geeignet. Modelle für Mountainbikes etwa schaffen meist nicht mehr als 4,5 bis 5,5 bar – das ist zu wenig. Standpumpen, die auch für Rennräder geeignet sind,  schaffen einen Maximaldruck von ca. 8 bis 11 bar und sind auch für Pedelecs erste Wahl. Achten Sie also beim Kauf ­einer Luftpumpe unbedingt auf die Herstellerangaben zum Maximaldruck.

Günstige Standpumpen sind ab 30 Euro zu haben und für Gelegenheitsfahrer völlig ausreichend. Wer mehr fährt, sollte sich eine Pumpe aus der Mittelklasse – wie die Specialized Air Tool – leisten. Für etwa 20 Euro mehr pumpen Sie damit wesentlich komfortabler. Wer Top-Qualität möchte: Die BBB Airblaster kostet zwar das Doppelte, überzeugt aber durch tolle Pumpleistung und absolute Langlebigkeit.

Reisepumpen sind ein guter Kompromiss aus Mobilität und Leistung. Sie sind etwa halb so lang und und wiegen nur den Bruchteil einer Standpumpe – perfekt für Reisen mit dem Zug. Man spart Gepäck und pumpt dennoch komfortabel. Über eine mitgelieferte Halterung können sie sogar am Fahrradrahmen befestigt werden. Die hier vorgestellten Modelle von Lezyne und Topeak haben ein Manometer und eine ausklappbare Fußstütze.
Früher waren fast alle Fahrräder mit Rahmenpumpen ausgestattet, die am Sitzrohr festgeklemmt wurden, heute sind sie selten geworden. Hochwertige Rahmenpumpen wie die Zéfal HPX bieten jedoch gute Pumpleistung – und dank ihrer Länge brauchen sie weniger Hübe als Minipumpen.

Diese Minipumpen gibt es in unendlich vielen Ausführungen. Ihren Erfolg verdanken sie ihren kompakten Abmessungen und dem geringen Gewicht. Sie können am Rad montiert werden oder verschwinden in Rucksack oder ­Satteltasche. Exemplarisch stellen wir ein etwas größeres Modell von SKS (weniger Hübe) und ein kompaktes Modell von PRO (mehr Hübe) vor.

Last but not least: Seit einigen Jahren sind auch CO2-Kartuschenpumpen auf dem Markt, die müheloses und schnelles Pumpen für unterwegs versprechen, um etwa nach einer Panne schnell wieder flott zu sein. Schlichte ­Einwegkartuschen sind bei dickeren Pedelec-Reifen jedoch wenig sinnvoll – um einen 40-622-Reifen auf 5 bar Druck zu bringen, braucht man fast zwei Kartuschen. Wer dennoch auf den CO2-Schub nicht verzichten möchte, sollte sich für ein Hybrid aus Kartuschen- und Minipumpe (hier von ­Topeak) entscheiden. Sind die mitgeführten Kartuschen verbraucht, kann man immer noch selbst pumpen. Allerdings sind sehr viele Hübe nötig, um Druck in den Reifen zu bringen. Zum Vergleich: Mit der effektivsten Standpumpe brauchten wir für 5 Bar Druck 40 Hübe, mit der CO2-Handpumpe satte 792. Nun, Sie haben die Wahl ... 

© Daniel Simon
SKS Airchecker – Manometer für unterwegs

SKS Airchecker

Standpumpen und die meisten Reisepumpen haben ein eingebautes Manometer, Minipumpen und andere einfache Pumpen nicht. Ein ­kleiner Luftdruckmesser wie der ­Airchecker findet in jeder Satteltasche Platz und passt dank Doppelkopf auf alle Ventilarten. Dank drehbarem ­Ventilkopf ist die hinterleuchtete Digital­anzeige in jeder Position gut ablesbar.
Maße 11,4 x 3,5 x 2,1 cm
Gewicht 44 g
Preis 19,99 Euro
Info

AUGEN AUF BEIM PUMPENKAUF

Fahrradschläuche gibt es mit verschiedenen Ventilarten – und Radpumpen mit diversen Pumpenköpfen. Achten Sie beim Pumpenkauf darauf, dass der Pumpenkopf zu Ihrem Ventil passt.

• Ventilarten Es gibt Fahrradschläuche mit Schrader-Ventil (Auto-Ventil) , Presta-Ventil (auch französisches oder Sclaverand-Ventil genannt) oder Dunlop-Ventil (Blitz-Ventil). Preiswerte Räder besitzen meist Dunlop-Ventile, die meisten Pedelecs haben Presta-­Ventile, an Mountainbikes finden sich oft Auto-Ventile.

Pumpenköpfe Wer mehrere Fahrräder mit unterschiedlichen Ventilen besitzt, sollte eine Pumpe mit  Doppel- oder Universalkopf kaufen. Wechselköpfe passen sehr genau und sind eine gute Wahl, wenn man Räder mit Auto- und Presta-Ventilen besitzt. Der Kopf wird abgeschraubt, umgedreht und wieder aufgeschraubt. Aufschraubköpfe ­werden zum Pumpen aufs Ventil auf­geschraubt statt per Hebel arretiert. Das dauert länger, sie stellen aber die beste Verbindung zum Ventil her und halten am längsten. 

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