Zubehör-Tipps: Helme

Kopf hoch!

07.01.2017 Matthias Borchers - Gute Nachrichten: Fahrradhelme sind viel schöner als früher. Es gibt sie in allen Farben und Formen, sie sind leicht und meist gut belüftet ... und so gibt es kaum Ausreden, keinen zu tragen. Unser Rat: Schützen sie Ihren Kopf – es ist der einzige, den sie haben. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps
© Kraus
Obere Reihe, von links nach rechts – "Crane Commuter" von POC, 130 Euro, www.pocsports.com; "J.B. Special" von Brooks, 129 Euro, www.brooksengland.com; "Annex MIPS" von Bell, 119,90 Euro, www.bellhelmets.com; "Aspect" von Giro, 200 Euro, www.grofa.com; "Sutton" von Giro, 190,99 Euro, www.giro.com; "Radkappe" mit Platz für den Pferdeschwanz, 79 Euro, www.allthatiwantshop.com;

Untere Reihe – 1. & 3. von links: "Hyban" von Abus, ca. 50 Euro, www.abus.com; 2. & 4. von links: "C-Loom" von Cratoni, 100 Euro, www.cratoni.com; ganz rechts: Annex MIPS Shield" – mit Visier – von Bell, ca. 160 Euro, www.bellhelmets.com

Sicherheit

Sichtbarkeit bringt Sicherheit: Vor allem im dichten Stadtgetümmel, bei Nacht und schlechtem Wetter wird man als Radfahrer mit dunkler Kleidung schnell übersehen. Und da Reflexstreifen nur dann leuchten, wenn sie von Scheinwerfern angestrahlt werden, sollte man aus Sicherheitsgründen lieber grelle statt dunkle Farben wählen. Ein positives Beispiel hierfür: der "Aspect" von Giro (im Foto, in Orange).

Größenanpassung

Klick und Ratsch: Das Anpassungssystem besteht bei jedem Helm aus einem weitenverstellbaren Kopfband und dem Kinnriemen mit Klick- oder Ratschenverschluss. Die Kopfbandweite wird per Drehrädchen auf den Kopfumfang des Trägers angepasst. Tipp: Größere Drehrädchen lassen sich im Winter mit Handschuhen leichter verstellen als sehr kleine. Der Vorteil eines Ratschen- gegen über einem Klickverschluss ist, dass ersterer in mehreren Stufen einrastet, was etwas Spielraum bei der Kinnriemenlänge bietet. Das ist praktisch, wenn man mal unter dem Helm eine Mütze trägt. Pilotinnen mit langen Haaren sollten auf genügend Platz hinten zwischen Kopfband-Drehverschluss und Helmschale achten, das erleichtert des Durchfädeln des Pferdeschwanzes – wie bei der "Radkappe" (im Foto oben rechts in Hellblau) oder beim Giro "Aspect" (orange).

Visier oder Brille?

Achtung, Brummer von vorn: Eine Radbrille oder ein Visier schützen die Augen vor Zugluft, Insekten, aufgewirbelten Steinchen und schädlichem UV-Licht. Je nach Sonnenintensität und Augenfarbe sollten die Scheiben mehr oder weniger stark getönt sein – es gibt Tönungsstufen von 0 bis 5. Bei Helmen wie dem Annex "SHD Mips" (im Foto untere Reihe, ganz rechts) ist ein Visier im Lieferumfang enthalten. Man hat es bei Bedarf immer dabei, besser schützt jedoch eine eng anliegende Radbrille.

Klima & Belüftung

Mit der Strömung: Im Vergleich zu Mountainbike- oder Rennradhelmen, bei  denen maximaler Klimakomfort zählt, dürfen Helme für urbane E-Bike­Piloten aufgrund der gemütlicheren Fahrweise weniger Luftschlitze haben. Je nach individuellem Kälteempfinden kann man aus dem Angebot einen mehr oder weniger belüfteten Helm auswählen. Der "Hyban" von Abus (im Foto, untere Reihe ganz links) mit 13 Luftein- und 5 Luftauslässen ist gut belüftet; kleine Gitter in den vorderen Einlässen schützen zusätzlich vor Insektenattacken.

Ausstattung & Komfort

Fest Kuscheln: Jeder Anbieter legt seinem Helm ein kleines Sortiment unterschiedlicher Polster bei, etwa für den Kinnschoner, den Stirn- oder Schläfenbereich. Sie sollten zur perfekten Größenanpassung in unterschiedlichen Stärken vorhanden und zum Waschen per Klettverschluss leicht austauschbar sein. Wer allergisch auf Bienen- oder Wespenstiche reagiert, sollte einen Helm mit Insektengitter wählen, wie es etwa der "C-Loom" von ­Cratoni bietet (untere Reihe, zweiter von rechts, in Weiß).

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